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Nähstyle

Nähen für Erwachsene

Schnittmuster aus Zeitschriften – für mich immer ein Glücksspiel

Hallo ihr Lieben,

wie mein Posttitel schon verrät geht es heute um Schnittmuster aus Zeitschriften – davon gibt es ja gefühlte hunderte auf dem Markt, die regelmäßig in Stoffläden, Supermärkten oder bei Zeitschriftenhändlern erscheinen. Als ich vor ein paar Wochen einkaufen war habe ich die „NähStyle“ entdeckt, kurz durchgeblättert und gekauft.

So wie etliche andere Zeitschriften auch. Zuhause lese ich mir sie dann etwas genauer durch und markiere die Schnitte die mir besonders gut gefallen und die ich irgendwann mal nähen möchte. Und lege Sie dann zu den anderen Zeitschriften in denen auch dutzende markierte Seiten mit Projekten sind, die ich irgendwann einmal angehen möchte. Dann, wenn es so weit ist und ein Nähprojekt beendet ist und ich überlege was ich als nächstes nähe, hole ich mal wieder eine Zeitschrift raus, lese mir die Anleitung genau durch schaue mir den Schnitt an und lege sie wieder zurück auf den Stapel.

Warum?

Weil ich das Nähen aus einer Zeitschrift immer als Glücksspiel empfinde, ich weiß nie so recht ob dass was wird und diese Zweifel führen zu folgendem Zwiegespräch in meinem Hirn:

„Man kann es ja mal ausprobieren, aber mit dem tollen schönen Stoff den ich für etwas „besonderes“ (aha als wäre nicht alles selbstgenähte etwas besonderes) aufgehoben habe? und ganz billig war der ja auch nicht, was wenns sch… aussieht? Ich könnt auch einen günstigen Stoff oder Reste verwenden – aber wenns dann nix wird habe ich umsonst so viel Zeit investiert und ich hab doch eh so wenig Zeit zum Nähen. Und außerdem hab ich gar nicht die Maße von dem Modell in der Zeitschrift und vergleiche von Frauen mit meinen Maßen habe ich keine da es keine Probenäherinnen gibt die auf ihrem Blog den Schnitt vorstellen. Vielleicht sieht der Schnitt auch nur mit dem Stoff aus der Zeitschrift gut aus und nicht mit meinem. Eigentlich ist die Anleitung nicht gerade ausführlich, ob ich dass hin bekomme und überhaupt, und sowieso und generell und und und….“

Was mache ich also stattdessen?

Ganz nach dem Motto „Never change a perfect pattern“ krame ich in meiner bewährten Schnittmustersammlung und schaue mal kurz auf Facebook oder auf Linkparty´s was andere so genäht haben und nähe dann das. Mit dem Ergebnis es passt, gefällt mir gut, war schnell zu nähen (dank einer super leichten und toll bebilderten Nähanleitung). Dann gehe ich mit meinem neuen Teil shoppen in die Stadt und das gleiche Schnittmuster kommt mir entgegen… na Supi. Da immer mehr selber nähen (was ich wirklich toll finde) kommt dass dann natürlich auch hin und wieder mal vor. Eigentlich stört mich das nicht so sehr denn jeder hat ja seinen eigenen Näh-Stil aber manchmal finde ich es schon langweilig wenn überall der gleiche Schnitt in hunderten Variationen auftaucht. Irgendwie ist dann das selber nähen auch nicht mehr so besonders. Es ist zwar nicht so schlimm, wie wenn alle die gleiche Jacke von H&M tragen aber fühlt sich ungefähr genauso an.

Also habe ich mich das letzte mal tatsächlich dazu durchgerungen ein Oberteil aus einer Nähzeitschrift zu nähen und dass mit einem neuen Stoff! Und soll ich Euch was verraten? Ich habe es hinbekommen! Zwar hat mich das abpausen aus dem mit schwarzen und roten kreuz und quer verlaufenden Linien bestickten Schnittmusterbogen ein wenig verwirrt aber dafür war die Anleitung absolut ausreichend.

Das Oberteil gefällt mir wirklich sehr gut, es sitzt bequem und das beste ist: ich habs sonst noch nirgendwo gesehen! Eine wichtige Erkenntnis habe ich dadurch allemal erlangt: keine Angst mehr vor Schnittmustern aus Nähzeitschriften. Ich werde definitiv wieder etwas aus einer Zeitschrift nähen.

Jetzt aber genug drum rum gequasselt hier nun das wirklich wichtige:

Schnittmuster Modell 30F aus der DianaModen NähStyle Nr. 58 ist ein Pullover mit Raglan-Ärmeln, einem Spitz zulaufenden Vorder- und Rückteil, einem kleinen Rautenförmigen Einsatz am Halsausschnitt mit Stehkragen. Zudem hat er zwei Brustabnäher. Ich habe die kleinste Größe 38/40 genäht.

Der Stoff ist ein rosa/weiß/schwarzer Viskose Strick. Die eine Seite ist gestreift, die andere hat ein weiß/rosa Muster. Den Stoff habe ich beim Stoffmädle geholt. Für Kragen, Halseinsatz und einen Teil der Ärmel habe ich die Rückseite des Stoffs verwendet.

Ich habe das Oberteil mit meiner Elna Overlock und meiner Pfaff Nähmaschine genäht. Ich habe dieses mal auch mein neues Overlockgarn ausprobiert: Gütermann Tera einem sehr feinen leicht elastischen semitransparentem Overlockgarn. Die Qualität des Garns hat mich fast umgehauen, man merkt die Naht so gut wie gar nicht und dennoch ist es sehr stabil. Zwar ist der Preis mit ca. 8 Euro pro Kone nicht gerade billig aber ich gebe gerne mehr Geld aus wenn ich auch eine gute Qualität erhalte. Ich könnte mir gut vorstellen dass ich das Garn zukünftig bei feinen Stoffen und auch bei Kinderkleidung nutze.

Leider lässt die Bildqualität ein wenig zu wünschen übrig. Ich musste aufgrund des schlechten Wetters und meiner immer noch anhaltenden Grippe alles drinnen fotografieren. Leider habe ich immer noch keine Studioleuchten bestellt und mit wenig Licht und hoher ISO ist das Bildrauschen wirklich schlimm.

Bild1

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Ich wünsche Euch eine schöne Restwoche

Herzliche Grüße Eure

Freulein Linka unter Post

 

 

 

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