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genäht für große genäht für kleine

„Wer an sich selbst glaubt, ist frei“ zu Besuch bei Margarete Steiff

4. Februar 2016

Hallo ihr Lieben,

ich habe lange überlegt ob ich den heutigen Blog-Post schreibe und vor allem wie ich ihn schreiben soll. Eigentlich hat er mit dem Nähen nichts zu tun. Andererseits hat dieser Post wohl mehr mit dem Nähen zu tun als alle anderen die ich bisher geschrieben habe. In diesem Post geht es nicht um etwas selbst genähtes, nein heute geht es um eine ganz besondere Frau die wohl Jede/Jeder kennt: Margarete Steiff – die Erfinderin des Kuscheltieres.

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Wie ich darauf komme über Frau Steiff einen Blogpost zu schreiben? Nun wir waren auf dem Heimweg vom Winterurlaub in Giengen an der Brenz und haben  zusammen mit unserer kleinen Maus das Steiff-Museum besucht und die wirklich bewegende Geschichte einer jungen Frau erlebt die wider aller Umstände die Hoffnung nie aufgab und ihren Lebenstraum verwirklicht hat: Nähen.

Ich möchte gar kein geschichtliches Referat halten, jeder kann Margaretes Lebensweg nachlesen, sondern nur ein paar Aspekte die mir beim Besuch des Museums aufgefallen sind beleuchten.

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Was für uns alle fast selbstverständlich ist, nämlich eine Nähmaschine zu kaufen, egal ob teuer oder billig, gebraucht oder neu, Stoff vor Ort oder Online zu bestellen und uns einfach die Zeit zu nehmen an die Maschine zu sitzen und loszunähen, das war für die im Jahr 1847 geborene (Apollonia) Margarete Steiff nicht so einfach. Mit 18 Monaten erkrankte sie an schwerem Fieber und war danach teilweise gelähmt, Diagnose: Kinderlähmung Dadurch war sie körperlich stark eingeschränkt – der rechte Arm war nur unter starken Schmerzen belastbar und die Beine gelähmt. Trotzdem erkämpfte sich Margarete ihren Platz im Leben oder gerade deswegen?

Gegen den willen ihrer Eltern besuchte sie die Nähschule und wurde eine sehr gute Schneiderin. Das erste Kuscheltier das sie nähte, war eigentlich gar keins. Es war ein Nadelkissen in Elefenantenform. Vom Elefäntle waren die Kinder so begeistert dass sie es als Spielzeug benutzt haben. So nahm das Leben der Margarete Steiff einen Wendung die sie selbst gar nicht für möglich gehalten hatte. Sie machte sich selbständig, gründete eine Firma, stellte Mitarbeiter ein und dass obwohl sie im Rollstuhl saß und obendrein eine Frau war!! Für die damalige Zeit mehr als Außergewöhnlich. Ihre Neider hätten es sicherlich nicht so nett formuliert. Margarete Steiff stirbt 1909 mit 61 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

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Das Leben dieser Frau hat mich doch schon sehr bewegt und nachdenklich gemacht. Ich möchte mir kein Urteil über andere bilden, dazu habe ich nicht das Recht, aber ich habe schon des öfteren festgestellt dass Menschen mit einem Handicap – egal in welcher Form – oft mehr Vertrauen in sich selbst haben und dem Leben mit mehr Offenheit aber auch Hartnäckigkeit, Lebenslust und auch Durchhaltevermögen entgegen treten als Jemand dem alles gute, um es mal salopp auszudrücken, entgegen fliegt.

Margarete Steiff ging es darum, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern weil Sie in ihrem eigenen Leben nicht viel zu Lachen hatte. Als wir das Museum verließen dachte ich bei mir – wenn jeder ein bischen mehr wie Margarete Steiff wäre, wäre die Welt wohl auch so wie heute, nur würden wir ein Kinderlächeln mehr schätzen…

Ich wünsch Euch einen schönen Donnerstag und eine schöne Fastnachtswoche und verabschiede mich mit ein paar Bildern aus dem Steiff Museum in Giengen an der Brenz.

 

Elefant und Bär

Elefant

 

 

 

 

 

 

 

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In diesem Sinne: Glaubt an Euch selbst, dann seid ihr frei.

Herzliche Grüße und Helau, Ahoi, Alaaf

Eure

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  • Reply
    unikatUli
    4. Februar 2016 at 9:12 am

    Hallo und danke für deinen Post- bringt einen zum Nachdenken- find ich toll 🙂
    Schon unglaublich diese Frau,oder?
    Na, dann wollen wir mal alle an uns arbeiten und Kinderlächeln hervorzaubern 😉
    Liebe Grüße
    Uli
    PS: im Steiff-Museum war ich immer noch nicht, obwohl wir nicht sehr weit weg wohnen…

    • Reply
      Freulein Linka
      5. Februar 2016 at 2:35 pm

      Hallo Uli, danke für deinen Kommentar. Du solltest auf jedenfall mal das Museum besuchen. Es ist zwar nicht riesig aber mit viel Liebe zum Detail gemacht und auch für die Großen sehenswert.
      LG Vanessa

  • Reply
    WALTRAUD
    4. Februar 2016 at 9:50 am

    Hallo Frl. Linka,
    Deinen Bericht find ich ganz toll. Und ja mich beeindrucken solche Frauen auch sehr, die unter den widrigen Umständen ihr schweres Leben gemeistert haben.
    Ich habe nur den Film 2 mal gesehen und der war sehenswert. Danke für Deinen sehr schönen und informativen Bericht.
    LG WALTRAUD

    • Reply
      Freulein Linka
      5. Februar 2016 at 2:37 pm

      Hallo Waltraud,
      vielen Dank, freut mich sehr wenn der Bericht Dir gefallen hat. Den Film habe ich nur Auschnittsweiße gesehen, werde ihn aber jetzt sicherlich mal komplett Anschauen.
      LG Vanessa

  • Reply
    Andrea
    4. Februar 2016 at 10:13 pm

    Danke für deinen klasse Bericht und die tollen Fotos.

    LG Andrea

    • Reply
      Freulein Linka
      5. Februar 2016 at 2:40 pm

      Hallo Andrea,
      vielen Dank, die Fotos zu machen war gar nicht so einfach weil eigentlich immer und überall Kinder waren und es muss ja nicht sein dass ich diese dann veröffentliche ohne das Einverständnis der Eltern.

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